
Thorben Wengert pixelio.de
Maßnahmen im Prozess
Wichtig ist das Sammeln von Informationen in einer Datenbank mit Eckdaten wie Teilnahmevoraussetzungen, Ausrichtung, Deadlines, Ansprechpartnern, Gebühren, Veranstalter, Wettbewerber, Medienpartner etc. Mithilfe dieser Daten können Awards ausgewählt werden, die einerseits Erfolg versprechen und andererseits zu den Kommunikationszielen des Unternehmens passen. Darauf folgt die Planung einschließlich Budgetierung. Der Bewerbungsprozess, also die faktenreiche Darstellung der Leistungen von Unternehmen bzw. Personen, erfolgt in der Regel nach strengen, vorgegebenen, formalen Kriterien. Hat die Jury sich entschieden, ist die Arbeit der Award-Manager noch nicht zu Ende. Steht das Unternehmen als Gewinner fest, sind flankierende Maßnahmen wie Pressearbeit nötig, um die Wirkung von Awards zu verstärken. Auch müssen Repräsentanten ausgewählt werden, die den Preis entgegen nehmen und für den Auftritt vorbereitet werden.
Stets folgt, ob der Award nun gewonnen wurde oder nicht, eine sorgfältige Evaluierung. Etwa: Bringt der Gewinn des Preises den erwünschten Imagegewinn und wie steht dieser im Verhältnis zum Aufwand? Noch wichtiger ist die Analyse für den Fall, dass das Unternehmen leer ausgegangen ist: Wer oder was wurde nun letztendlich Sieger und warum? Hätten wir ein anderes Projekt einreichen sollen? Was hätte besser dargestellt werden können? So lässt sich die Bewerbung für das nächste Mal – schließlich werden Awards in der Regel jährlich vergeben – optimieren und die Gewinnchancen erhöhen.
Chance für Newcomer
Vor allem Start-ups können von imageträchtigen Auszeichnungen profitieren. In der frühen Phase der Unternehmensentwicklung, in der noch keine oder nur wenige Referenzen den Nutzwert von Produkten und Services oder die Tragfähigkeit von innovativen Geschäftsmodellen beweisen können, erweisen sich Awards als besonders nützlich. Ehrungen wie der „Deutsche Zukunftspreis“ bringen hohe Aufmerksamkeit und vermitteln glaubwürdig eine führende Position. Öffentlich als „Bester“ bezeichnet zu werden, gibt gerade jungen Firmen oder Mittelständlern, die sich in der Regel nicht auf die Marktführerschaft berufen können, ein wirksames Instrument für die Leadership-Kommunikation an die Hand.
And the winner is…
Alle Bewerber können wertvolle Informationen gewinnen, sei es durch den analytischen Vergleich mit den Wettbewerbern, die Bewertung von Experten in der Jury, oder – bei Publikums- oder Leserpreisen – durch direktes Feedback der Zielgruppe. Und wenn die Kommunikationsstrategen Produkte, Services, Persönlichkeiten einmal neu, nämlich aus der Perspektive einer Jury unter dem Aspekt der Preis-Würdigkeit betrachten, können sie neue Ideen für die Kommunikation entwickeln. Aber naturgemäß ist der Profit für den Gewinner am größten. Wird das Kommunikationspotenzial eines Preises voll ausgeschöpft, kann mit vergleichsweise geringen Anstrengungen maximaler Nutzen für die PR erzielt werden. Award-Management zahlt sich aus und die gewonnen Preise können langfristig für Marketing- und PR-Zwecke genutzt werden.
Die bisher erschienenen Texte befinden sich unter http://unicatzwonull.wordpress.com/category/pr-und-medien/award-management/
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